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Eigene Erfahrungen oder eine erlebte Odysse


Ende 2016 ging es mir ziemlich schlecht. Ich schlief viel, mir war immer kalt und mein Sohn drängte darauf, dass ich zum Arzt gehen sollte. Ich versprach das zu tun, aber erst im neuen Jahr. So sammelte ich meine Energien und fuhr dann mit meinem Fahrrad zum Doktor.

Nach einer sehr, sehr langen Wartezeit hing ich da wie ein Häufchen Elend. Man erkannte wohl an meinem fahlen Aussehen, dass da mit dem Blut etwas nicht stimmt. Es wurde geprüft und danach hörte ich nur noch:  Sie müssen ins Krankenhaus. "Wir können sie nicht mehr nach Hause entlassen."

Bei der Aufnahme im Krankenhaus wurde mir Blut abgenommen, der Blutdruck und alles mögliche überprüft. Ich sah auch auf dem Monitor meine ständigen Werte. (110 - 68) Ich erwähne das nur, weil das für den späteren Aufenthalt wichtig wird.

Ab dann wurden meine sämtlichen Organe überprüft, warum es wohl zu dieser starken Blutarmut kam. Bei einer Visite wurde ich gefragt, ob ich eine Patientenverfügung hätte. Ich verneinte es und war insgeheim der Meinung, dass ich meine Rechte doch wohl noch selbst bestimmen könnte. - In dem Punkt irrte ich gewaltig!! Glaubt ihr nicht? Wartet ab!

Am zweiten Tag meines dortigen Aufenthaltes kam die Stationsärztin zu mir und erklärte, dass man beabsichtige, eine Magen- und Darmspiegelung zu machen, um abzuklären, woher die Blutarmut rührte.
Gut - was sein muss, das muss sein. Ich unterschrieb meine Einwilligung hierfür!

Aber dann fragte sie mich:  "Wohin wollen sie denn, wenn sie hier entlassen werden?"
Ich entgegnete ihr:  "Natürlich nach Hause!"
Sie dann:  "Nein, nach Hause können sie nicht mehr. Sie sind sehr krank und wir haben eine Verantwortung für sie."


Ich fiel bald aus allen Wolken, komme mit einer Blutarmut ins Krankenhaus und dort will man mich in ein Pflegeheim sperren?

So schlapp ich auch noch war. Man hatte ja noch nichts an meiner Verfassung geändert. Ich glaube, ich kratzte alle Reserven in mir zusammen und wurde wohl so ungefähr zwei Meter gross. Ich schoss zurück: 

"Ich bin hierher gekommen, dass sie mir helfen. Können sie das oder können sie das nicht? Dann rufe ich gleich meinen Sohn an, dass er mich in ein anderes Krankenhaus bringt."

Sie dann: "Natürlich helfen wir ihnen, aber wir haben auch eine Verantwortung für sie."


Ich keifte zurück: "Mir scheint eher, als hätten sie zu viele freie Pflegeplätze in den Heimen, die es zu besetzen gilt. - Die Verantwortung für mich übernehme ich ganz alleine und das gebe ich ihnen auch schriftlich."
Sie dann wieder: "Aber sie können urplötzlich vom Stuhl fallen und keiner rettet sie."
Ich wurde ganz ärgerlich: "Nerven sie mich nicht. Besinnen sie sich auf ihre Tätigkeit - sonst gehe ich unverzüglich woanders hin. Beseitigen sie meine Blutarmut. Und auch sie können plötzlich vom Stuhl fallen!" - Und sie ging!

Natürlich war das nicht alles. Man sandte mir noch mehrere Schwestern, Pfleger und sonst was. - Derweil schrieb ich noch meinem Sohn eine eMail - von meinem Laptop aus und mir fiel "meine heimliche Waffe" - meine Homepage ein. Während man mal wieder Leute schickte, um mich zu überzeugen - erwähnte ich ganz kurz, dass ich mir den Text überlegte, den ich auf meine Seite setzen würde.

"Waaaas - sie haben eine Homepage?" Ein Schnabbelinchen verliess mein Zimmer und schon verbreitete sich alles im Hause. Es kamen mehrere, die nur mal schauen wollten. Ich liess den Dingen ihren Lauf. Am kommenden Tag sagte die Stationsärztin zu mir: "Dass sie sich verteidigen können, das ist mir klar geworden." (auch sie hatte meine HP gesehen) Ich hatte Eindruck hinterlassen und man benahm sich von da an recht gut mit mir.

Davon abgesehen hatte ich schon mehrmals eine schwere Blutarmut, auch in jüngeren Jahren und habe es immer problemlos überstanden. Ich wies die Ärzte bei allen Untersuchungen auf einen sehr grossen Zwerchfellbruch hin, der das alles hätte auslösen können. NEIN - davon wollte man nichts wissen. Man schleppte mich gar noch zu einer Krebsstation. NEIN - sagte der dortige Chefarzt.

So beschloss man nun, dass ich eine GASTRITIS TYP A hätte - eine AUTOIMMUN-Erkrankung, die unheilbar sei!!! Dabei hatte ich noch nie was am Magen. Ich habe das auch überhaupt nicht registriert. Man sprach davon, dass man mir zwei Blutübertragungen geben wollte.

Aber dazwischen wollte man noch eine HERZKATHETER-Untersuchung machen, wegen festgestelltem Vorhofflimmern. Das wurde auch durchgeführt. Nach Beendigung wurde ich beglückwünscht, mein Herz sei noch tadellos in Ordnung.
Jetzt beschloss man, dass ich BLUTDRUCKSENKER bekäme. Meine Güte, ich hatte überhaupt keinen hohen Blutdruck. Aber was solls, ich schlucke auch das noch!

Ich bekam die beiden Blutübertragungen und mir ging es sofort besser. Von meinem Magen war keine Rede mehr, nur noch von dem hohen Blutdruck, den ich nicht hatte. Ich kam heim, kein Wort mehr von einer Patientenverfügung.

Es dauerte nicht lange und ich wurde wieder krank. Ein herbeigerufener Notarzt diagnostisierte eine Gürtelrose, die fast schon rundherum war und ich landete wieder in dem Krankenhaus. Man sagte mir, dass die Gürtelrose sehr oft nach Blutübertragungen auftritt. Ich glaube, ich bekam 40 Antibiotikum-Tropfer, vier Stück pro Tag.

Mein Sohn brachte mich ins Krankenhaus und er hinterliess seine Telefonnummer. Mehr war nicht nötig. Vor allen Dingen hatte man ja alle möglichen Untersuchungsergebnisse von mir dort liegen.

Zwischendurch hatte ich jedoch für alle Fälle solch eine Patientenverfügung mit meinen Ablegern fertiggestellt und unterschrieben. Es ging ja keinen etwas an. Noch konnte ich mich selber wehren. Jeder hatte seine Ausfertigungen. Nur im Krankenhaus erfuhr ich an allen Ecken, dass ich einen zu hohen Blutdruck hätte. Meine Güte, da ist nichts von wahr. Was ich dort an Pillen bekam, kann ich nicht mehr beurteilen, weil man einen Teil davon zunächst absetzte. Warum? Keine Ahnung!

Und dann kam eine Ärztin und verkündete meine Entlassung. Ich hätte blaue Lippen, einen hohen Blutdruck und meine Luftnot beim Laufen käme nur daher. Das hatte mir noch keiner gesagt, dass ich blaue Lippen hätte. - Mir war es auch egal, weil ich heim wollte.

Am nächsten Tag ging ich zu meiner Arztpraxis, gab meinen Entlassungsbericht ab und ich bekam wieder ein neues Rezept zur Senkung des Blutdrucks!! - Mir ging es danach so schlecht, dass ich am laufenden Band Kreislaufzusammenbrüche bekam. Ich war kaum noch fähig, mich auf den Beinen zu halten. Zuvor hatte ich mir schon länger ein Blutdruckmessgerät gekauft und hatte mir eine Liste angelegt. Jede Eintragung zeigte ganz niedrige Werte an.

Ich ging zur Arztpraxis und verweigerte der Ärztin eine weitere Behandlung. Daraufhin kam ich an eine sehr junge Ärztin, die neu dort war und ich erklärte ihr alles, was mich betraf. Anhand der gesamten Unterlagen sah sie ja auch, dass ich noch nie einen hohen Blutdruck hatte und die Tabletten zu dem Zweck sollte ich mal weglassen. - Sie sagte, sie wollte keine weiteren EXPERIMENTE mit mir eingehen, ich gehörte in eine FACHKLINIK. Das wollte sie anleiern.

Einige Tage vergingen und ich erhielt einen Anruf vom Herzzentrum:  "Man hat sie ja schon auf den Kopf gestellt und nichts gefunden. Warum hat denn noch keiner den Lungenraum untersucht?"

"Keine Ahnung, ich fühle mich jedenfalls als total falsch behandelt. Immer mehr Tabletten und mir geht es immer schlechter!"

Die Dame sagte mir zu, dass ich dort stationär aufgenommen würde. Kurz darauf bekam ich auch den Termin mitgeteilt. Und jede Menge spezielle Untersuchungen am, im Herzen und drumherum, ergab, dass ich eine Lungenfibrose habe, ohne eine erkennbare Herkunft.

Inzwischen habe ich Sauerstoffgeräte, womit ich einige Probleme beseitigen kann. Ich weiss jedenfalls, wo ich dran bin und die ganzen IRREFÜHRUNGEN haben ein Ende.

Übrigens - meine angeblich unheilbare Magengeschichte, weshalb man mich vermutlich einsperren wollte, die hat sich auch als falsch ewiesen. In dem Herzzentrum hat man auch eine Magenspiegelung vorgenommen, die ergab, dass der Magen durch den grossen Zwerchfellriss dadurch rutschte und auf die Luftröhre drückte. Da war die Luftnot vorprogrammiert, zumal wenn der Magen gefüllt war.

Nun stellt euch mal vor, ich hätte mich nicht gewehrt. Es fiel mir wirklich schwer. Da wäre ich in einem Pflegeheim geendet, man hätte mich mit Pillen vollgestopft und keiner hätte erfahren, was wirklich mit mir los war. Ich könnte noch wesentlich mehr zu diesem Thema schreiben, habe jedoch den Eindruck, dass alles nur noch auf vorgegebene Anweisungen beruht. Siehe nur "mein hoher Blutdruck", den ich nie hatte, aber er passt ja zu einem Vorhofflimmern. Das Herz wurde beschädigt, weil der Sauerstoff-Austausch zwischen Lunge und Herz nicht funktionierte. Aber das Herz war angeblich noch top in Ordnung.

Vielleicht können die Leser mit diesen Ausführungen etwas anfangen. Ich hätte auch nie daran gedacht, dass mir mal sowas passieren könnte.

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