Veilchens Welt

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Geschrieben von: holger   
Dienstag, den 04. März 2008 um 00:00 Uhr

 

 

 

 

 

Hier an dieser Stelle berichtet Holger. - Wer die Wahrheit verkraften kann, möge sich hier niederlassen und dieses Eckchen

als sein Wohnzimmer betrachten! - Schaun wir mal, was wir daraus machen.

Herzlich willkommen an alle Leser. - Diverse Getränke und Wohlfühlprodukte können beliebig oft virtuell gereicht werden.

Es werden keine Kosten und Mühen gescheut, um die Leser zufrieden zu stellen. - Macht`s Euch gemütlich.



Ich werde die Artikel von Holger einmal wöchentlich (montags) in diese Ordner packen, je nachdem, wo sie hinein passen und nur die aktuellen Sachen hier stehen lassen. -

 

 

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Ich möchte Euch davon in Kenntnis setzen, dass Holger mir heute seinen Abschied von dieser Seite mitgeteilt hat.

Ich wünsche ihm und seiner Familie alles Gute für die Zukunft.

Holger sieht einfach keinen Sinn mehr in der Schreiberei.

 

Ich weiss auch nicht warum, aber seit Stunden kreist mir das Lied im Kopf:

 

Abschied ist ein Bisschen wie Sterben ....................................

Das sang mal Katja Ebstein.

 

 

Er lebt noch .............. Beweis ist dieser Kommentar!

...............................................................................................

 

 

Wer will denn schon den Sand in den Kopf stecken?


Es geht vorwärts, es geht voran, wir gehen gestärkt aus der Krise hervor? nur leider nimmt das induzierte Irresein, womöglich dabei zu. Man kann sich über viele Dinge auslassen, aufregen, und sie skizzieren, man sollte nur dabei nicht vergessen, den "richtigen" Abstand zu wahren.


Egal, wie undurchsichtig, ungerecht, unmoralisch diese Zeiten sind, jeder Einzelne ist für sich und seinen seelischen Zustand selbst verantwortlich. Persönlich musste ich, einen Auszeit nehmen, um den nötigen Abstand zu bekommen, um nicht mit Wut über Dinge zu schreiben, die man eh nicht ändern kann.


Man kann sie aufzeigen, anprangern, oder auch verfluchen diese Dinge. Das ist richtig so, aber man sollte selber daran nicht kaputt gehen. Ich weiß, es ist sehr schwierig, die Emotion auszublenden. Es ist nicht einfach, das Leid oder die Ungerechtigkeit, zu ertragen, welches nicht nur einen selbst betreffen kann, sondern auch dritten zugefügt wird.


Was ich damit ausdrücken möchte, schützt euch erstmal selber. Gegen die "Staatsmacht" ist kein Kraut gewachsen. Auf Einsicht der Lenkenden, zu hoffen, zu glauben, ist ein schlichtes Wunschdenken, welches in einer Enttäuschung endet.


Erst wenn ein Teil der Bevölkerung zum Prekariat übergewechselt worden ist, wird sich von unten etwas bewegen. Erst wenn die jetzt 40 bis 60 jährigen, aus dem Wirtschaftskreislauf rausfliegen, ergibt es irgendwann eine kritische Masse, die etwas ändern wird. Mit welchen Mitteln, weiß ich nicht.


Hier liegt ein Potential, nicht mehr versteckt. Ich kenne viele, die im Sommer nächsten Jahres in H+ IV wechseln werden müssen. Und eines möchte ich anmerken, zu Recht. Die ganze Kurzarbeit, und andere Hilfsmaßnahmen überbrücken nur die Zeit.


Vielleicht werden sich einige denken, warum jetzt, warum ich, warum nicht mein Nachbar. Tja, wir sind in einer Gesellschaft geendet, wo man seinen Nachbarn alles erdenklich Gute wünscht, und selber sagt: "ich doch nicht" "mir passiert so etwas doch nicht".


Es ist nur eine Frage der Zeit. Da werden sich die Dinge von alleine lösen müssen. Unter welchem Trara, das kann sich ein jeder selbst ausmalen. Deswegen hier mal eine Studie, wie es so psychologisch aussieht, in des Volkes Seele. Die Epilepsie wird ein neues Kapitel bekommen.


Die Bertelsmann Stiftung (ich mag "Gutmenschen" dieser Art nicht) kommt mal mit einer Studie. In der Pressemeldung ist folgendes zu vernehmen:

-->...Dabei haben sich psychische Beschwerden längst zu einer Volkskrankheit entwickelt, wie auch die Ergebnisse des aktuellen Gesundheitsmonitors der Bertelsmann Stiftung belegen. Dieser regelmäßig durchgeführten repräsentativen Umfrage zufolge klagt jeder dritte Erwerbstätige über psychische Belastungen, mehr als 20 Prozent der deutschen Bevölkerung suchen innerhalb eines Jahres wegen psychischer Probleme einen Arzt auf...


Psychische Beschwerden sind also zu einer Volkskrankheit geworden. 1/3 der Erwerbstätigen "klagen" über solche Beschwerden. Das dürften so über 12 Millionen sein. 20% der Bevölkerung sind so um die 16 Millionen. Na da gab es vor ein paar Monaten, eine Studie von der AOK Niedersachsen, die sprachen aber auch das Psychopharmaka an. Ja, man schluckt sich seine Seelischen Sorgen weg. Und die Pharmaindustrie freut es.

und weiter gehts:


-->...Die unsicheren wirtschaftlichen Verhältnisse verschärfen die Situation: 52 Prozent der Menschen in befristeten Arbeitsverhältnissen klagen über psychische Belastungen. Aber auch rein subjektiv erlebte Zukunftssorgen, wie arbeitslos (46 Prozent) und durch neue Technologien überflüssig (50 Prozent) zu werden oder im Fall von Arbeitslosigkeit keine neue Arbeit zu finden (41 Prozent), gehen mit einem erhöhten Risiko psychischer Beschwerden einher...


Dies betrifft aber nur die, die noch Arbeitslos werden wollen, in Zukunft. Nicht diejenigen die eh schon durch die Maschen gefallen sind. Daher hätte man in diese Studie doch mal alle Erwerbsfähigen, die mindestens 3 Stunden am Tag - so ist die Definition bei Arbeitslosigkeit - einen Pinsel in die Hand nehmen können, mit einbeziehen sollen. Was man nicht sieht, ist eben nicht da. Und man sieht und hört nur das, was man sehen und hören will und muss.

und weiter gehts:


--> ...Selbst ohne Sorgen um die berufliche Zukunft haben schwierige Arbeitsbedingungen einen negativen Einfluss auf das Wohlbefinden: Wer mehr als fünf Tage die Woche arbeitet (42 Prozent) oder täglich einen Arbeitsweg von mindestens 30 Minuten zu bewältigen hat (38 Prozent), wird häufiger psychisch krank...


Wer muss sich denn keine Sorgen um die berufliche Zukunft machen? Diese Berufsgruppen hätte man ja mal anschneiden können. Aber einige sind vermutlich auf Koks und in einer PV. Und die anderen könnten die obige Gruppe gängeln, die Gruppe mit Sorgen.


und weiter gehts:


Spätestens hier wird deutlich, dass häufige psychische Erkrankungen im Arbeitsumfeld auch auf Führungsprobleme hinweisen können. "Viele Arbeitgeber haben dies erkannt und führen intensive Schulungsmaßnahmen für ihre Führungskräfte durch", sagt Dr. Jan Böcken von der Bertelsmann Stiftung...


Spätestens hier wird deutlich, dass häufige Fehleinschätzungen, der Stiftungen, bestehen. Wo entstehen denn die Führungsprobleme, in der Führungskraft etwa? Nein, diese entstehen in der Friss oder Stirb langsam Gesellschaft. Da helfen Schulungsmaßnahmen der Führerkräfte nichts, oder werden die alle zum Therapeuten umgeschult.


Wenn in Zeiten wie diesen, 1000sende vor dem Aus stehen, erst einen kurzen Schnupperkurs in ALG I genießen dürfen, um danach, ALG II gesalbt zu werden, dann hilft nichts mehr.


Die jetzt so um die 50-60 sind, vielleicht 32 Jahre und mehr, in ein und derselben Firma geschafft haben, vielleicht vor 20 Jahren ein Eigenheim oder Eigentumswohnung sich per Kredit erwerben konnten, schon die ersten Wehwechen aufweisen, die werden sich noch freuen.

Spätestens ab ALG II, wenn Väterchen vorgibt, was "angemessener" Wohnraum ist etc.pp. Ja, da wird sich das Enkelchen aber freuen.

Tja, darauf sollte man sich einstellen. Es wird noch ungemütlich, wenn der Aufstand der psychologisch durchdrehenden "Alten" beginnt. Die werden nicht unbedingt rational handeln, oder die Nettigkeit in Person sein. Die, die mir ein wenig Leid tun, werden die kleinen Sachbearbeiter sein, die die frohe Botschaft der Unmündigkeit überbringen müssen. Da wird es so manch einen Kieferbruch geben. Auch wenn meistens Frauen dort sitzen.


Alles schräge aus dieser Qualle: http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/bst

 


 

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 25. Juli 2010 um 14:00 Uhr
 

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