|
|
|
|
JPAGE_CURRENT_OF_TOTAL
Meinungsfreiheit - nicht erwünscht?
Es war irgendwann 1998, als mein Sohn mir das "Fliehnet" empfahl, was günstiger sei, als was ich bis dahin für meine Onlinegänge benutzte. Er zeigte mir auch ein Forum, wo ich doch auch mal meine Meinung abgeben könnte. - Oh ja, das war was für mich, ein Meinungsaustausch mit anderen Menschen.
Bittere Erfahrungen nach der Rückkehr aus dem Urlaub.
Und zwar war der Inhaber des Hauses ein Erzieher, der sich sehr schwer erziehbare Kinder und Jugendliche in Haus holte und die zu erziehen versuchte. - Einer war 13 und der andere 14 Jahre alt. Beide stammten aus Berlin. - Sie hatten schon eine stolze Verbrecher-Karriere hinter sich. Der Sohn erfuhr es von dem Erzieher, aber auch von den Burschen selber. - Einmal, als wir, mein Mann und ich bei dem Sohn weilten, kamen die Burschen auch zu uns, unterhielten sich mit uns und machten eigentlich einen recht sympatischen Eindruck. - Sie berichteten, dass sie keine Lust hätten, zur Schule zu gehen. Seit einigen Tagen brächte sie der Erzieher mit dem Auto in die Schule. Sobald der weg wäre, verliessen sie auch das Schulgelände. - Sie beklagten sich darüber, dass sie reiten dürften, aber nur, wenn sie auch den Pferdestall ausmisteten. Dafür bekämen sie auch noch extra 50 Euro im Monat. - Aber sie wollten das Geld nicht, der Typ sollte mal seine Pferdeboxen selber reinigen. - Natürlich erfuhren wir noch viel mehr von den Burschen, aber das wollte ich nur am Rande behandeln.
Da bemerkte der Sohn erst, dass die Autos ja nicht mehr da waren. - Es handelte sich um einen grossen Bulli und einen Passat-Kombi. Beide Fahrzeuge brauchte er für seinen Beruf. - Er ging ins Haus und entdeckte auch dort Spuren von Besuchern, die durchs Dachfenster ins Haus eingedrungen waren.
Die Polizei beendete dann die Idylle. Doch die beiden Burschen waren ja schon Profis. Es liess sie wohl ziemlich kalt. Das berichtete der Erzieher dann meinem Sohn. - Die Schäden an beiden Autos beliefen sich auf ca. 2.500 Euro, lt. Gutachten eines Sachverständigen, wofür mein Sohn auch noch 500 Euro zahlen musste. Der Erzieher sei nicht dafür verantwortlich, weil er die Bengels nicht rund um die Uhr beaufsichtigen könnte. Somit brauchte auch die Versicherung nicht zahlen. - Mein Sohn teilte mir das alles mit. -
Wie immer - wenn man wirklich einmal eine Stelle ausfindig gemacht hatte, war der betreffende Mensch nicht da. - Ich verlangte eine Vertretung. Die Person war natürlich überfordert, konnte mir überhaupt nicht weiterhelfen. In ein bis eineinhalb Wochen sollte ich noch einmal anrufen, was ich auch tat. - Derweil hatte ich mich schon mit anderen Jugendämtern in Verbindung gesetzt, um generell etwas darüber zu erfahren. - Überall versicherte man mir, dass es ihnen leid täte, aber mein Sohn vermutlich leer ausgehen würde. - Ich wollte und konnte das nicht glauben. - Dann kam der Tag, an dem ich den Sozialarbeiter des zuständigen Jugendamtes erreichte. - Er war schon darüber informiert worden. Beide Jungen kamen aus sehr schlimmen Millieus. Die Mütter waren Nutten und ein Vater war Zuhälter, der andere unbekannt. - Der Anwalt meines Sohnes sagte, dass wir herauskriegen müssten, was die Burschen vorab schon alles angerichtet hätten. Dann gäbe es eine Chance, dass die Versicherung zahlen müsste. Dann hätten sie eine bessere Aufsichtspflicht haben müssen. So reichte es aus, 3 x täglich nach ihnen zu sehen! -
Wie man unverschuldet in gefährliche Situationen geraten kann Schliesslich nannte er mich eine andere Bank, die die Zahlung vorgenommen hätte. Es traf jedoch nichts ein, so dass ich mich bei der Bank erkundigte. - Dort erfuhr ich, dass mein Chef dort überhaupt kein Konto besässe!
In einem Aufbewahrungsgefäss für Brot fanden wir verschimmeltes Zeug und so allerhand Mist, der nicht dahin gehörte. Alles kam in die Mülltonne, die ja am nächsten Tag geleert wurde. - Wir schafften richtig Ordnung und reinigten alles! Bis zum Abend hatten wir tatsächlich alles geschafft. - Wir setzten uns noch gemütlich beisammen, waren mit 8 Leuten und am nächsten Morgen konnte es losgehen! Zwei Tage später kam mittags der Türke, der mir das Lokal übergeben hatte, total überhastet angerauscht und fragte mich, ob er mal in die Küche gehen dürfte. "Na klar", meinte ich, "was suchst Du denn? Wir haben nämlich ziemlich viel weggeworfen." - Der hatte einen puteroten Kopf, war sichtlich schwer nervös und fragte, wo wir den Inhalt aus dem Brotaufbewahrungsgefäss hingetan hätten. - Ich sagte, dass das verschimmelte Brot und allerlei Tüten mit undefinierbarem Inhalt in der Mülltonne gelandet ist. Er wollte nachsehen gehen. "Die Mülltonnen sind Montag schon geleert worden", sagte ich. - Er rauschte schnellen Schrittes davon, ohne sich zu verabschieden! - Komisch, dachte ich so bei mir. Hinterher erzählte ich das der Bekannten, die mir mitgeholfen hatte, beim Reinigen der Küche. - Sie sagte noch, dass das so weisses Pulver gewesen sei. "Sah aus wie Puderzucker." - Wir lachten noch darüber, weil die Vermutung von Heroin oder sonst was aufkam! Allerdings war da noch mehr drin, was wir aber ohne Kommentar einfach in die Mülltonne warfen.
Es handelte sich um richtig harte Rocker. Jeder Radfahrer wurde in der Fussgängerzone angehalten und musste eine Strafe löhnen. Die Rocker fuhren jedoch mit ihren Motorrädern provozierend auf und ab und keiner machte was. Allerdings machten einige Wirte schon unangenehme Erfahrungen mit ihnen. Das war auch bei uns im Ort bekannt.
Die unangenehmen Besucher entfernten sich recht bald, natürlich ohne zu zahlen. - Doch sie kamen immer wieder und leerten das Lokal immer auf die gleiche Weise. - Inzwischen war auch das Telefon abgestellt. Ich rief von daheim bei der Telekom an und fragte, was mit dem Anschluss los sei. "Wenn Sie den Rückstand bezahlen, stellen wir das Telefon wieder frei!" Das war eine irre Summe, vermutlich viele Türkeitelefonate! Das wollte ich nicht bezahlen, war auch nicht abgemacht. Musste halt ohne gehen. Ein paar Meter weiter waren auch zwei Telefonzellen.
Ein Krankenwagen kam inzwischen, den die Burschen wohl gerufen hatten, denn es gab einen Schwerverletzten, den Spanier, der zu Beginn mit den Glasscherben bedroht wurde. Draussen hat man ihn allerdings noch mit einem Schlagring bearbeitet, aber wie. - Es gab keine Stelle, die nicht gebrochen war, vor allen Dingen im Gesicht.
Am nächsten Morgen wollte ich kommen, musste mir ja erst eine Aushilfe besorgen, die mich vertrat. - Am gleichen Tag kamen noch Gäste, die mir Botschaften überbrachten:
Ich habe erklärt, dass ich kein Held wäre und stünde in der Öffentlichkeit. Da müssten sie mir schon Sicherheiten bieten. Sie verwiesen auf die Polizei, worauf ich entsprechende Antworten gab. - Im Falle eines Falles liessen die Rocker mich einen Gast beauftragen, der zur Telefonzelle läuft und von dort die Polizei anruft, während die Polizei dann eine halbe Stunde brauchte, bis sie bei mir wären, wenn überhaupt! - Eine feine Sicherheit!
So kam es, dass wir mit 12 Leuten geladen wurden! Um 9 Uhr waren wir vorgeladen und um 12 Uhr kam der erste Zeuge dran. Eine Stunde wurden alleine die bisherigen Straftaten vorgelesen! - Die Verbrecher wurden zu langen Haftstrafen verurteilt.
Eine Heldin begegnete mir in meinem Alltag!
Als sie 11 Jahre alt war, brach der Krieg aus. Ihr Vater wurde als Soldat eingezogen, obwohl die Leute in der Landwirtschaft eigentlich zurückgestellt wurden. Es gab ja noch ihren Bruder, der 16 Jahre alt war, der seinen Vater als Arbeitskraft ersetzen sollte. - Später bekam sie Fremdarbeiter zugewiesen, sie, die selber noch ein halbes Kind war. Dennoch musste sie so früh so erwachsen sein!
Die Fremdarbeiter gingen auch in ihre Heimat zurück. Sie nahm dafür einige Kriegsheimkehrer auf, die keine Angehörigen mehr hatten, denen sie anfangs zu essen gab, gegen deren Arbeitskraft.
Ich hatte mir einmal Notizen über dieses Thema angelegt und fand die vorgestern wieder. Es ist doch wohl die Sache wert, über solche heimlichen Heldinnen mal zu berichten, wovon es damals sehr viele gab. Es ist nicht so, dass alle jüdische Personen beherbergt hatten. Alle, die in der Zeit lebten, mussten ein Heldendasein verrichten, damit die Familie überleben konnte. - Das sollte man sich auch einmal vor Augen führen!
|
Lebensgeschichten


