| Rainers Gedichte |
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Ich habe die telefonische Genehmigung von Rainer Weigt erhalten, seine Gedichte kopieren und bei mir veröffentlichen zu dürfen. Nun sollt Ihr auch einmal lesen, was dieser Mann noch so schreibt. Eigentlich ist es egal, wo die Menschen leben und wie ihre Organisation heisst. Man merkt, dass alle sich das gleiche wünschen. Schaut vielleicht mal dort vorbei. Rainer ist seit Jahren ein aktiver Kämpfer. Hier gehts entlang:
http://www.soziale-bewegung-land-brandenburg.de/index.php?name=News&catid=&topic=4
„Sparpaket“
Schwarz – Gelb hat es jetzt wahr gemacht. Das „Sparpaket“ ist auf den Weg gebracht. Doch nicht komplett, nur in den Teilen, die an des Volkes Wohl rumfeilen.
Angerechnet wird jetzt das Elterngeld, so dass es nun den Eltern fehlt. Renteneinzahlung ist auch zu Ende, Hartz IV Empfänger – brauchen keine Rente.
Heizkostenzuschuss ist gestrichen halt, da bleibt die Wohnung eben kalt. Dafür legt jetzt das Klima zu. Beklagt Euch nicht, gebt endlich Ruh.
So wird gespart zu der Ärmsten Schaden. Wie geht’s nun weiter? Lasst mich raten. Bei der Verwaltung kürzt man nur zum Schein, das muss zur Glaubhaftmachung sein.
Doch wo die großen Gelder fließen, will man für Fehler niemals büßen. Banken und Konzerne werden strahlen, das Volk soll doch die Zeche zahlen.
So war’s bisher, so möchte man’s weiter haben, so können sich Schmarotzer laben. Wer das nicht will, der bringt sich ein. Der Gegendruck muss sinnvoll sein.
Rainer Weigt 01.09.2010 Tel. 01701515677
Druck braucht Gegendruck Verstärkte neoliberale Politik der letzten 20 Jahre lässt den „Wohlstand für Alle“ immer weiter verschwinden. Eine gerechte Lastenverteilung zu Gunsten ärmerer Bevölkerungs-schichten ist in das Gegenteil verkehrt worden. Es gibt einerseits zunehmend horrende Gehälter plus Boni, andererseits immer mehr Hungerlöhne, die nicht zum Leben reichen. Die Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich immer rasanter. Das gilt für alte und neue Bundesländer, aber auch europa- und weltweit. Besonders die Schwarz-Gelbe Regierung ist um weitere Druckerhöhung auf die bisher schon benachteiligten Bevölkerungsschichten bemüht. In unserem doch eigentlich reichen Land gibt es immer mehr arme Kinder und natürlich ebenso Erwachsene. Deutschland sinkt im sozialen europäischen Ranking immer weiter. Doch zwischen alten und neuen Bundesländern gibt es deutliche Unterschiede. Der Paritätische Gesamtverband hat zum 01. Mai 2009 einen Armutsatlas und zum 31. Juni 2010 einen Sozialatlas durch Dr. Rudolf Mertens erstellt. Beide sind nach prozentualer Benachteiligung farbig gestaltet. Dabei sind die Umrisse der ehemaligen DDR deutlich im negativen Sinn, erkennbar. Alles ist jeweils durch Tabellen und Diagramme, bis auf jeden Landkreis, belegt. Doch auch Kirchen, Basisverbände der großen Parteien, Einzelgewerkschaften und DGB sprechen den Sozialabbau immer deutlicher an. In der Pressemitteilung 53/10 vom 05.08.2010 spricht der DGB Bezirk Berlin-Brandenburg vom „Abbau Ost“ bei den vorgesehenen Sparprogrammen. Da „Die Linke“ den Sozialdumping schon lange anspricht, bekommt sie damit teilweise unfreiwillig, Unterstützung ihrer Mahnungen. Die bisherigen Erfahrungen zeigen deutlich, was in den neuen Bundesländern an Sozialabbau durchgesetzt werden konnte, ist dann auch in den alten Bundesländern spürbar geworden. Der notwendige Gegendruck darf aber nicht nur von den oben genannten Verbänden kommen um beachtet zu werden. Jeder einzelne Betroffene und zurzeit noch nicht Betroffene sollte sich einbringen. Beispielsweise in seinen Verbänden, öffentlichen Diskussions-Foren und entsprechenden Demos, um diesen Gegendruck wirksam zu gestalten. Der DGB Kreisverband Teltow-Fläming veranstaltet am 06.10. 2010, dem „Welttag für menschenwürdige Arbeit“, um 17.00Uhr , im Gebäude der Jüterboger Tafel ein Diskussionsforum. Unter der Überschrift „Wie lange noch“ sollen Politiker und Betroffene ihre Einstellungen zu den sozialen Zuständen im Land, und besonders in den östlichen Bundesländern, geltend machen. Eingeladen sind alle Bürger, zwei Referenten betroffener Verbände und die Abgeordneten aller demokratischen Parteien vom Wahlkreis 24 (TF II). Wir bitten um rege Teilnahme, um auch damit den notwendigen Gegendruck zu erzeugen.
Rainer Weigt 22.08.10 Tel 01701515677
Der gute Rainer hat mal wieder gedichtet:
Sparprogramme
Schwarz – Gelb zeigt es jetzt allen offen, das Volk braucht nicht auf Besserung hoffen. Sie sparen nur auf Michels Kosten, besonders bei dem Volk im Osten.
Beim Mindestlohn für Altenpflege, geht man im Osten alte Wege. Einen Euro weniger die Stunde, verkauft man uns als gute Kunde.
Rentenangleichung wird auf St. Nimmerlein verschoben, Steuerhinterzieher werdens sicher loben. Bei Bildungskosten miese Margen, so bleibt die Zukunft klar im Argen.
Bei prekärem Lohn, welch Sauerei, ist Wohlstand für alle bald vorbei. Aber die allergrößte Schande, ist die steigende Kinderarmut hier im Lande.
Heizkosten beim Wohngeld will man sparen. So trifft man wieder nur die Armen. Doch geht’s ums Geld der Superreichen, da will man keinen Euro streichen.
Drum sag ichs laut und sag es allen, lasst Euch das länger nicht gefallen. Kommt zu den Demos und den Foren. Wer nichts tut hat sofort verloren.
Rainer Weigt 19.07.2010 Tel. 01701515677
Nach der Melodie: Komm lieber Mai und mache, die Bäume wieder grün.
Macht der Mai alles neu?
Komm lieber Mai und mache den Euro wieder groß. Frau Merkel hat’s verzögert, drum ging’s nach hinten los. Der Euro der fällt weiter, weil sie nicht regeln will. So werden wir nicht heiter, Schwarz-Gelb führt nicht zum Ziel.
Rainer Weigt 19.05.2010 Tel. 01701515677
Aus seinen Zeilen geht immer ein gute Stimmung der gemeinsam Agierenden hervor. Es ist auch schön, mit einer Gemeinschaft etwas bewegen zu wollen. „Für eine atomwaffenfreie Welt ohne Krieg – gegen Armut und soziale Ausgrenzung“ Das umfasst doch schon die ganze Palette unserer Wünsche.
Ostermarsch 2010 in Brandenburg Am 27.03.2010 hat die Friedenskoordination Potsdam zum 9. Potsdamer Ostermarsch aufgerufen. Da in Potsdam-Geltow der Führungsstab der Bundeswehr die Auslandseinsätze koordiniert, ist Potsdam ein wichtiger Ort des Protestes. Unter der Losung: „Für eine atomwaffenfreie Welt ohne Krieg – gegen Armut und soziale Ausgrenzung“ reihte sich dieser Protest in die 50 jährige Ostermarschbewegung ein. Die Auftaktkundgebung war, wie bisher, am Brandenburger Tor. Lühr Henken, von der deutschlandweiten Initiative „Friedensratschlag“, prangerte den von USA und NATO, mit deutscher Beteiligung, geführten Krieg in Afghanistan an. Er betonte, dass unser Volk diesen Krieg mehrheitlich ablehnt und die vielbeschworenen Aufbauleistungen in keinem Verhältnis zu Leid und Tod der afghanischen Bevölkerung stehen. Doch auch den Tod deutscher Soldaten und die sinnlose Verschwendung von Milliarden Euro für den Krieg sprach er an. Frank Eschholz von der „Sozialen-Bewegung-Land- Brandenburg“ (SBB) zeigte die Zusammenhänge von Kriegsausgaben und sozialer Not in der Bundesrepublik auf. Er ermunterte zum Weitermachen, auch wenn wir nur wenige sind. Da so einige Potsdamer nach Neuruppin zum bunten Stadtfest gegen braunen Ungeist gefahren sind, waren nur etwa 120 Teilnehmer am Luise Platz. Doch Klaus Freudigmann aus Berlin sowie Christine und Werner aus Eisenhüttenstadt machten mit ihren Liedern, zu Gitarre und Mundharmonika, gute Stimmung und so konnte nicht mal ein Graupelschauer die gute Laune trüben. Hans-Georg Schmidt und Michael Meixner führten dann den Demo Zug zum Denkmal für den unbekannten Deserteur. Mit weiteren Reden gegen Krieg und soziale Ausgrenzung, Live- Musik und besagtem Graupelschauer endete diese Demo. Am Ostersonntag bin ich dann zum wesentlich bekannteren und größeren Ostermarsch in der Kyritz-Ruppiner Heide gefahren. Wir haben uns bei Schweinrich an der Mahnsäule getroffen. Zum Auftakt riefen christliche und politische Aktivisten zum Weitermachen auf. Der 9. Juli 2009 ist zwar ein Meilenstein in der Geschichte der Kyritz-Ruppiner Heide, aber ist die Heide wirklich frei? Das Bundesverteidigungsmi-nisterium hat zwar den Verzicht auf die Nutzung als Luft-Boden-Schießplatz erklärt, prüft aber weiterhin eine militärische Nutzung. Die Ziele der Organisatoren sind folgendermaßen formuliert: - für die Beendigung der militärischen Nutzung der Heide, - für die Munitionsberäumung durch die Bundesrepublik, - für eine zivile, friedliche Nutzung der Kyritz-Ruppiner Heide. Als weitergehende Vision ist folgender Ruf benannt: „Von der Kyritz-Ruppiner Heide soll Frieden ausgehen“. Die Bundeswehr hatte einem Osterspaziergang auf ausgewiesenen Wegen, unter strengen Auflagen, zugestimmt. Diese Auflagen, wie nur bundeswehrfreundliche Transparente und Foto-Verbot, wurden im letzten Moment (Ostersonnabend) zurückgenommen. Es war ein langer Weg bis zum Pink-Point. Dieser war im Sommer 2007 unter dem Motto „Bomben nein – wir gehen rein“ mit zivilem Ungehorsam besetzt und pink angestrichen worden. Dort konnten wir uns bei Kaffee und Kuchen ausruhen. Grußbotschaften, Glückwünsche und Musik sowie die Einladung der Organisatoren des Ostermarsches in der Colbitz-Letzlinger Heide am Ostermontag rundeten den kühlen aber trockenen Nachmittag ab und die geschätzten 2200 Teilnehmer (Radio RBB) machten sich gruppenweise auf den etwas kürzeren Rückweg. Ebenfalls Ostermontag hat noch ein Ostermarsch in Berlin, von der „Berliner Friedenskoordination“, stattgefunden. Meine Beine wollten aber nicht mehr.
Rainer Weigt 14. 04.2010 Tel. 01701515677
Danke Rainer und ich möchte etwas hinzufügen:
Hört sich doch alles super an, wie das aufgezogen wurde!
Gruss Christel
Arbeit muss neu bewertet werden
Wir leben seit jeher in einer arbeitsteiligen Gesellschaft. Nur dadurch wurden gesellschaftliche Fortschritte, Erfindungen, Industrialisierung, Wohlstand und Unterstützung von Alten und Kranken möglich.
Wenn jeder einzelne für seine Ernährung und Kleidung selbst sorgen müsste, bliebe für anderes kaum Zeit übrig.
Weil wir uns spezialisiert haben und jeder seinen Arbeitsanteil immer besser organisieren konnte, ist die heutige Gesellschaft möglich geworden. Doch schon immer meinten einige ihr Leistungsanteil sei wertvoller und deshalb stehe ihnen ein viel größerer Anteil vom Ertrag zu. Das mag in vernünftigen Grenzen auch sinnvoll und förderlich sein um voran zu kommen. Es darf aber keinesfalls dazu führen, dass der Leistungsanteil vieler immer weiter abgewertet wird, damit wenige immer größere Ertragsanteile für sich beanspruchen.
Schon im Gedicht „Das Riesenspielzeug“ sagt Adelbert von Chamisso „…denn wäre nicht der Bauer, so hättest du kein Brot…“.
Arbeit muss nach ihrem Wert für die gesamte Gesellschaft bewertet werden. Das würde den Straßenkehrer aufwerten, aber Spekulanten hätten schlechte Karten.
Kein Manager könnte erfolgreich sein, ohne die Zuarbeit von vielen unterschiedlichen Spezialisten. Es sind Bauleute für die Entstehung der noblen Büros notwendig, Angestellte um Daten und Informationen zu sammeln, sortieren und auszuwerten. Arbeiter und Handwerker werden benötigt um verschiedene Produkte herzustellen. Damit diese Spezialisten und andere arbeiten und wohne können, werden auch viele unterschiedliche Berufe benötigt. Zum Beispiel Straßenbauer, Busfahrer, Reinigungskräfte und viele andere mehr. Für Gesundheit und Pflege aller Menschen sind Ärzte, Schwestern Altenpfleger und viele weitere nötig. Kurz gesagt, nur im guten Zusammenspiel der Arbeitsanteile, aber auch der gerechten Verteilung der Ertragsanteile, kann unsere Gesellschaft dauerhaft funktionieren. Denn ohne Scheuerfrau oh Schreck, erstickt der Manager im Dreck.
Seit etlichen Jahren wird die ungerechte Verteilung des Ertrags immer mehr zum Problem. Zumal durch Automatisierung und Rationalisierung immer mehr Arbeitslose, durch Wegfall von Arbeitsplätzen, entstehen. Doch diese werden immer mehr diffamiert und ausgegrenzt. Damit wird die Solidarität für ein Leben in Würde untergraben.
Viele Arbeitnehmer müssen trotz Vollzeitarbeit mit Hartz IV aufstocken, weil der Arbeitslohn zum Leben nicht reicht. Einen Mindestlohn haben die herrschenden Vertreter der Oberschicht bisher verhindert. So konnte sich die Reichtumsschere immer weiter öffnen.
Politiker, Manager und andere Vielabsahner weisen auf lange und anstrengende Arbeitstage hin. Doch sie haben durch „Arbeitsessen“ und ähnliche Unterbrechungen des Arbeitstags immer wieder Zeit und Gelegenheit sich zu regenerieren.
Der Arbeiter am Band, der Produktionsarbeiter, der Handwerker, die Reinigungskraft um nur einige zu nennen, haben solche Erholungspausen nicht, denn ihre 8 Stunden sind mit Leistung völlig aus und überlastet. Die viel zitierten „Leistungsträger“ würden so einen 8 Stunden Tag, mit der geforderten Leistung, körperlich gar nicht aushalten.
Dieser verhängnisvolle Verlauf der gesellschaftlichen Entwicklung muss gestoppt und verändert werden.
- Die Wochenarbeitszeit muss stark verkürzt werden, denn nur dann wird Vollbeschäftigung möglich und alle können ihren Leistungsanteil erbringen,
- Die horrenden Kriegs und Rüstungsausgaben müssen gestoppt und für soziale und Armut beseitigende Projekte bereitgestellt werden. Wird sich unsere Gesellschaft nicht in dieser Art verändern, werden wir uns auf die eine oder andere Art gegenseitig ausrotten.
Rainer Weigt 17.03.10 Tel 01701515677
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Rainer, der unermüdliche Kämpfer, gibt einen Bericht ab, über den Ostermarsch in Brandenburg!
