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Hier steht jetzt nur noch das Jahr 2010 - andere Beiträge sind im Archiv!
Wochenordner 2010
Hier geht`s zum aktuellen Teil: Die anderen Texte befinden sich in der 35. Woche 2010
Schaun wir mal, was die 36 . Woche 2010 nun bringt
KOMMENTAR VON EVA VÖLPEL Das Sparpaket ist im Kabinett verabschiedet. Und da im politischen Tagesgeschäft das Mittel- und Langzeitgedächtnis schnell aussetzt, lohnt es sich, noch einmal an Stimmen aus den ersten Monaten der Finanzmarktkrise zu erinnern. Damals, als die Frage aufkam, wie denn all das Geld wieder reinkommen soll, das zur Rettung der Banken und für Konjunkturpakete bereitgestellt und ausgegeben wurde, sagten viele: "Sozialkürzungen wird es jedenfalls nicht geben, das können sie nicht machen." Sie können - und wie. Während die Reichen und Vermögenden, die an Finanzmarktspekulationen jahrelang kräftig verdient haben, von Sparanstrengungen verschont bleiben, während die Luftverkehrsunternehmen die ihnen abverlangte neue Steuer auf den Ticketpreis aufschlagen und die Regierung die Energieunternehmen zum Feilschen in Sachen Brennelementesteuer an den Tisch bittet, müssen die unteren Einkommensklassen und die Empfänger von Transferleistungen die Hauptlast schultern. Daran sollte man auch noch denken, wenn die Politiker der Koalition - natürlich mit größtmöglicher Betroffenheit - neue Zahlen über Kinderarmut kommentieren: Schließlich hat Bundesfamilienministerin Kristina Schröder Vätern und Müttern im Hartz-IV-Bezug das Elterngeld aberkannt. Oder wenn die nächste Kampagne gegen angeblich arbeitsscheue Hartz-IV-Empfänger losgetreten wird: Denen hat schließlich Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen bis einschließlich 2014 16 Milliarden Euro für Förderprogramme gestrichen, die helfen sollten, leichter wieder einen Job zu finden. Kontraproduktiv ist das Ganze übrigens auch für die Erhöhung der Beschäftigungsquote - die der Ministerin in diesen Tagen ja so gern als Argument für die Rente mit 67 dient. Zumal langfristig ein Mangel an Fachkräften droht. http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/die-asoziale-regierung/
Diese dauernden Streichorgien bei den Ärmsten der Armen, die im Nachhinein geäusserten "unverzichtbaren Massnahmen" und das gleichzeitige Benennen von Kinderarmut, das ist schon regelrecht pervers! Wer sich das einmal richtig vor Augen führt, dem müsste doch der Schaum vor dem Mund stehen. Am besten wäre es, die nächste CDU-Partei-Geschäftsstelle aufzusuchen und dort seinen Unmut kundtun. Zu dem Zweck würde ich allerdings noch andere Betroffene mitnehmen, samt aller Kinder. - Begreifen die Leute eigentlich, was man mit ihnen macht? - Ich glaube es nicht. - Der völlig überschuldete Bundeshaushalt muss auf Kosten der Armen saniert werden, während den Verursachern der schlimmen Krise noch Zucker in den Allerwertesten geschoben wird. Der Reichtum hat sich stark aufgebläht, die Armut wächst. - Die CDU-CSU und die FDP sorgen schon dafür, dass die Armut noch grösser wird. Zwangsarbeit, Armutslöhne, Praktika, 1 Euro-Jobs helfen dazu bei! - Vollbeschäftigung durch Notlagen schaffen??? Wollen wir mal sehen, wie lange das noch gut gehen mag! Allerdings hat man ja den Sarrazin als Feindbild in den Medien gross herausgebracht und kaum einer reagiert auf die verächtliche asoziale Regierung! - Und warum kommt der Mann an den Pranger? - Weil es den Regierenden jetzt am besten passt und die beste Ablenkungskulisse bietet. Sarrazin hat ein TABU gebrochen und bisher unterdrückte Volksmeinungen benannt. Ich habe sein Buch nicht gelesen, werde es auch nicht tun, weil mir der Mann von je her schon unsympatisch wegen seiner Äusserungen war. - Allerdings soll das, was er von sich gegeben hat, nicht einmal soooo schlimm gewesen sein, als das, was er in der Vergangenheit schon alles von sich gab. - A b e r, das Tabu "Juden" benutzte er. - Wenn die Hartzer verunglimpft werden, dann wäre das nicht so tragisch gewesen. - Aber, ich möchte das einmal exakt benennen. - Nicht die vielen Zuwanderer tragen eine Schuld, wenn sie Hartz4 Unterstützung erhalten. Warum sollten sie das nicht in Anspruch nehmen, wenn es eine Arbeit für sie nicht gibt? - Warum lässt man denn so viele Leute ins Land, wenn selbst für die eigene Bevölkerung keine bezahlbare Arbeit vorhanden ist? - Da liegt doch wohl der Hase begraben. Wir haben hierzulande eine Überfremdung und eine grosse Anzahl nichtintegrierter Menschen. Dazu meine ich, dass es in verschiedenen Gegenden der Türkei und im arabischen Raum nicht so wichtig ist, lesen und schreiben zu können. Da sagen die Oberhäupter der Familien an, was jeweils zu tun ist, wonach sich alle richten müssen. Das geht jedoch bei uns nicht! - Und das einfach Jahrzehnte zu ignorieren, das holt uns heute ein. Allerdings kann man nicht die Zuwanderer in einem solchen Masse ächten, wie es geschah. Jeder weiss um die Zustände. Es gibt gebildete Muslime, die sich hier sehr gut angepasst haben und es gibt auch die ungebildeten. Nicht zu vergessen die Leute, die arbeiten wollen, aber keine Arbeitsstelle finden! Man muss auch für sie Verständnis aufbringen, dass sie von ihrer Arbeitskraft auch leben wollen. - Was wollen die Regierenden überhaupt mit ihrer Politik erreichen? - Wenn wir solch klamme Staatskassen haben und das Sparen ganz obenan steht, wenn es nicht genügend Arbeit für alle gibt, sie stattdessen Sozialleistungen in Anspruch nehmen müssen, warum werden dann immer neue Zuwanderer ins Land gelassen? Das sollte mir mal ein Politiker vernünftig erklären. Oder sollte es das Ziel der Obrigkeiten sein, viele aufzunehmen und dann alle gleichmässig arm zu machen mit Hartz4, dass dann Armut gesellschaftsfähig wird? Wo wird hier einmal eine klärende Aussage gemacht? - Alles wird einfach damit begründet, dass der Bereich für Sozialleistungen einfach zu hoch ist. Warum ist der denn zu hoch????? Und was geschieht denn demnächst, wenn die Mieten angehoben und sich die Heizkosten wieder stark erhöhen? - Es wird ja derzeit mächtig an der Preisschraube gedreht. - Sagt Euch eine 10%-ige Erhöhung in vielen Bereichen etwas? - Mir ja! - Die Inflation wird angeheizt! - Wenn dann bei den Armen noch gekürzt wird, dann haben sie nicht nur 10% Verlust. Mit den Armen meine ich jetzt ebenfalls auch die schlechtbezahlten Arbeitnehmer. Solche Leute, die für solche Zustände sorgen und auch die, die sie fordern, sollten mit einem Lasso eingefangen werden, die den arm gemachten Menschen nicht einmal einen warmen Wohnraum gönnen oder eine Unterstützung, die gerade mal zum Überleben reicht. - Danach sollte man ihnen einmal ein halbes Jahr eine praktische Unterweisung verordnen, wie das Leben einer armen Familie aussieht. - Sollte das nicht ausreichen, würde ich sie an einsame Orte, irgendwo in der Welt, aussetzen, damit sie sich mal wieder an eine Menschlichkeit gewöhnen. - Das gilt für alle, einschliesslich der von der Leyden in ihrem unsozialem Ressort.
Mogelpackung 2.0Neue Tricks bei versteckten PreiserhöhungenSeit fünf Jahren veröffentlicht die Verbraucherzentrale Hamburg eine Liste mit versteckten Preiserhöhungen, bei denen die Füllmenge verringert, der Preis aber nicht entsprechend reduziert wurde. Doch die Welle der Verbrauchermeldungen und -beschwerden zu diesem Thema ebbt immer noch nicht ab. Jetzt wurden die ersten Produkte im Handel entdeckt, bei denen der Trick „Weniger drin – Preis gleich“ wiederholt bei demselben Produkt angewendet wurde. So reduzierte der Hersteller Procter & Gamble bei den Pringles Chips innerhalb von vier Jahren die Füllmenge von 200 Gramm über 170 Gramm auf aktuell 165 Gramm. Der Packungspreis blieb entweder gleich oder stieg in diesem Zeitraum bei etlichen Händlern sogar noch von 1,59 Euro auf 1,99 Euro an. Die Preiserhöhung kann sich dadurch auf insgesamt 52 Prozent belaufen. Auch bei Marken wie Nivea, Calgonit und Somat wurden wiederholt versteckte Preissteigerungen entdeckt. Das sind aus Sicht der Verbraucherzentrale Mogelpackungen der zweiten Generation. Vor allem Markenprodukte fallen auf. Die Anbieter setzen mit dieser Masche das Vertrauen der Verbraucher aufs Spiel. Weitere Neuheit aus der Trickkiste: Es werden Produkte angeboten, bei denen die Füllmenge zwar erhöht wird, der Preis dazu aber überproportional steigt. So gibt es aktuell das Spülmittel ultra Palmolive in 600-Milliliter-Packungen statt wie bisher mit 500 Millilitern, beworben auf dem Etikett „Neu + 20% mehr Inhalt“. Der Preis stieg bei Rossmann von 0,85 Euro auf 1,65 Euro, was einer Preiserhöhung von 62 Prozent entspricht. http://www.vzhh.de/ernaehrung/30287/weniger-drin-preis-gleich.aspx
Die Flut offenbart Pakistans zerrissene SeeleDie Naturkatastrophe wird zur sozialen: Die Reichen leiten das Wasser zu den Armen um, Nationalisten fordern eine Revolution. Von Boris Kálnoky
Als das Wasser um Mitternacht kam, wussten die Dorfbewohner nahe Sujawal im Süden Pakistans sehr genau, dass nicht ausschließlich die Naturgewalten für ihre schreckliche Misere verantwortlich zu machen waren. Fassungslos hatten sie am Vortag mit ansehen müssen, wie zwei Großgrundbesitzer mit schwerem Gerät Lücken in die Deiche reißen ließen, um das Wasser umzuleiten und ihren eigenen Besitz zu schützen und trocken zu halten. Das war am 26.August, erzählt der Landarbeiter Riaz. „Zwei von uns waren da und flehten, es nicht zu tun, sie wurden aber weggejagt.“ Jetzt hockt er gemeinsam mit den anderen Bewohnern seines gefluteten Dorfes in Badin, rund 50 Kilometer weiter nördlich. Sie sind mit ihren Familien in der örtlichen Knabenschule untergebracht. Eigentlich hat das Schuljahr bereits begonnen, aber vorerst fällt der Unterricht aus. Wie in Tausenden zerstörten Schulen überall im Flutgebiet – Hunderttausende Kinder werden dieses Jahr vielleicht überhaupt nicht mehr zur Schule gehen können. Die Männer nennen die Namen der Verantwortlichen dieses Verbrechens: Es waren Warab Wazir Memon und Shafik Ahmed Shah, zwei in der Region bekannte Großfarmer. Der eine ist Parlamentarier der Volkspartei, der Bruder des anderen sitzt für die Muslimische Liga im Parlament in Islamabad. Beide Parteien sind an der Regierungskoalition beteiligt. „Diese Männer sind sakrosankt“, meinen die Leute, „niemand kann sie bestrafen.“ Solche Vorwürfe werden inzwischen immer öfter erhoben. Immer drängender fragen sich viele Pakistanis, inwieweit die Flut unabwendbare Naturkatastrophe ist und inwieweit vorsätzliches Verbrechen. In den Zeitungen melden sich (zumeist anonyme) Stimmen, die „den Reichen“ vorwerfen, das Flutwasser vielerorts bewusst umgelenkt zu haben – vorzugsweise in Gebiete der „Armen“ oder gar gezielt dorthin, wo ethnische Minderheiten wie Schiiten oder Hindus leben, besonders in der südlichen Provinz Sindh. Weiter nördlich in Balutschistan sahen sich die Verantwortlichen des neu gegründeten amerikanischen Konsulats genötigt, der Behauptung zu widersprechen, man habe die Fluten umleiten lassen, um einen Luftstützpunkt zu schützen.
Lest Euch bitte den gesamten Artikel durch. Was ist das bloss für eine grausame Welt geworden? Mir tun ja die Menschen unendlich leid. Doch in erster Linie ist die Staatsführung dafür zur Verantwortung zu ziehen, bzw auch die, die diese Katastrophe angerichtet haben. Wir sollen aber spenden, damit die Verbrecher davon kommen? Weg mit solch einer korrupten Staatsführung und Enteignung der Grossgrundbesitzer, wo sich die Armen dann ihre Zelte aufschlagen können! Man macht es sich zu einfach, immer gleich nach Spenden zu rufen! - Decken, Zelte, Trinkwasser, Nahrung, evtl. Kleidung, alles ok. - Und warum stellen die Länder angeblich viele Milliarden parat? Wo fliesst das ganze Geld denn hin??
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