| Peters Blickwinkel |
|
|
|
| Geschrieben von: Peter Wittfeld | ||||||||||||
| Donnerstag, den 16. April 2009 um 13:47 Uhr | ||||||||||||
|
JPAGE_CURRENT_OF_TOTAL
![]()
Peter Wittfeld Geschäftsführender Gesellschafter Wirtschaftskontor Porath GmbH Oberwiehler Str. 48 D-51674 Wiehl mailto: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Liebe Leserin, liebe Leser,
die allgemeine Handlungsfreiheit ist ein im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland festgeschriebenes Grundrecht . Der Text des Art. 2 Abs. 1 GG lautet: »Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.«
Zur freien Entfaltung der Persönlichkeit zählt die Bildung des „freien eigenen Willens“ und den daraus entstehenden Handlungen. Es gibt durchaus unterschiedliche Meinungen, ob ein Mensch überhaupt frei handeln kann.
Friedrich Nietzsche äußerte sich wie folgt:
»Die bösen Handlungen, welche uns jetzt am meisten empören, beruhen auf dem Irrthume, daß der Andere, welcher sie uns zufügt, freien Willen habe, also daß es in seinem Belieben gelegen habe, uns diess Schlimme nicht anzuthun.«
Daraus leite ich ab, dass unsere Regierung zwar manipuliert, betrügt und uns nachweislich Schaden zufügt aber eigentlich gar nichts dafür kann. Sie sind alternativlos ferngesteuert!
Diese Feststellung ist desillusionierend und da hilft mir nur noch Albert Einstein:
»An Freiheit des Menschen im philosophischen Sinne glaube ich keineswegs. Jeder handelt nicht nur unter äußerem Zwang, sondern auch gemäß innerer Notwendigkeit. Schopenhauers Spruch: ›Ein Mensch kann zwar tun, was er will, aber nicht wollen, was er will‹, hat mich seit meiner Jugend lebendig erfüllt und ist mir beim Anblick und Erleiden der Härten des Lebens immer ein Trost gewesen und eine unerschöpfliche Quelle der Toleranz.«
Jetzt will ich nicht wieder auf der Wirtschaftskrise herumreiten, die ist ja auch „vorbei“! Ich würde lieber mal den Artikel 146 aus unserem Grundgesetz ansprechen. Darin stand, dass das Grundgesetz seine Gültigkeit an dem Tage verliert, wenn das deutsche Volk sich in freier Entscheidung eine neue Verfassung gibt und diese in Kraft tritt. Das Grundgesetz hatte lediglich die Aufgabe, für eine „Übergangszeit“, dem staatlichen Leben in der BRD eine Ordnung zu geben. Das ist im ursprünglichen Text der Präambel vor 1990 nachzulesen. Den Abschluss der Präambel bildet der Satz: „Das gesamte deutsche Volk bleibt aufgefordert, in freier Selbstbestimmung die Einheit und Freiheit Deutschlands zu vollenden.“
Das hätte ich ja auch gerne getan, aber stattdessen wurde im Einigungsvertrag von 1990 vereinfacht und ohne Einschränkungen festgestellt, dass „sich das Deutsche Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben“ habe. Die Deutschen in den Ländern [Aufzählung der Bundesländer] haben in freier Selbstbestimmung die Einheit und Freiheit Deutschlands vollendet. Damit gilt dieses Grundgesetz für das gesamte Deutsche Volk.“ Jetzt will ich natürlich nicht das gesamte Grundgesetz in Frage stellen, aber ein paar kleine Änderungen hätten schon geholfen: “Einführung von Volksentscheiden und dadurch ein Ende der Parteiendiktatur, Änderung des Steuersystems, Militäreinsatz im Ausland, Verlängerung der AKW Laufzeiten usw.“ Das wäre mit einem, wie von den Vätern des Grundgesetzes vorgesehenen, Volksentscheid über eine neue Verfassung möglich gewesen. So aber bleibt uns nur Toleranz zu üben und erst bei den nächsten Wahlen unserem „freien Willen“ freien Lauf zu lassen.
Die Politik unserer Kanzlerin ist nämlich nicht „alternativlos“, Sie sollten sich einmal mit dem Angebot der DDP (Deutsche Demokratische Partei) beschäftigen. Sie werden viele Lösungen auf Fragen finden, die von den etablierten Parteien nicht beantwortet werden.
http://www.bandbreitenmodell.de/
http://www.ddp-partei.de/programm.html
Herzliche Grüße,
Peter Wittfeld
Das ist ein neuer Beitrag von Peter Wittfeld, wofür ich mich ganz herzlich bedanke.
Liebe Leser/in,
die Wirtschaft brummt, die Arbeitslosigkeit sinkt und trotzdem sind die Regierungsparteien CDU/CSU sowie FDP im Umfragetief. Woran mag das liegen? Es ist wohl die Gewissheit, dass sich bei der Bevölkerung ein massiver Vertrauensverlust gegenüber der politischen Klasse verfestigt hat. Liebevoll ausgedrückt könnte man auch eine Hilflosigkeit, auf Grund der urplötzlich, völlig überraschend aufgetretenen Wirtschafts- und Finanzkrise, unterstellen. Vernünftige und zukunftsgerechte Lösungsansätze sucht der Bürger vergebens. Stattdessen reiten die Regierungsmitglieder, inklusive der Opposition, tote Pferde namens Wachstum, Gesundheitsreform, sinkende Arbeitslosigkeit, Atomkraft ohne Endlager, kapitalgedeckte Altersversorgung, 1 € Jobs, Exportweltmeisterschaft, Klimawandel durch CO2 und weitere Stümpereien. Deutlich wird die Lügerei am monatlich stattfindenden „Pinocciotag“, der Verkündung von statistisch optimierten Arbeitsmarktdaten. Auch die neuesten Veröffentlichungen zum Afghanistaneisatz unserer Bundeswehr zeigen das uns die beteiligten Regierungen permanent belogen haben. Aktuelle Äußerungen, beispielsweise von unserem Wirtschaftsminister Rainer Brüderle zum nachhaltigen Wirtschaftswachstum und der damit einhergehenden Erwartung einer Vollbeschäftigung in Deutschland, zeigen die gleich Qualität wie die frühere Aussage von Norbert Blüm: „Die Rente ist sicher“. Die einzige Erkenntnis die daraus zu ziehen ist, „ Es ist real, ein Leben nach dem Gehirntod!“ Es ist nur beruhigend zu sehen, dass es immer mehr kluge Köpfe gibt, die einen Weg aus dem momentanen Schlamassel aufzeigen.
Herzlichst,
Peter
Liebe Leserin, liebe Leser,
es hat schon was vom Kampf David gegen Goliath, oder auch Donna Quichottina de la McPomm gegen den Finanzmarkt. Die vielen Gespräche mit hochrangigen Bankenfürsten und Vertretern der Bankenlobby, haben wohl zu einem hohen Realitätsverlust geführt. Dabei gibt es doch einige Sancho Pansas in ihrem Gefolge, die durchaus wissen wie man die Bestie bezwingen könnte. Aber die Donna putzt ihre schäbige Rüstung, setzt sich eine Papppickelhaube auf und versucht eine Finanztransaktionssteuer durchzusetzen. Diese soll dem deutschen Fiskus zwischen 10 und 20 Milliarden jährlich einbringen. Hier geht es nicht mehr um eine Eindämmung der ausufernden Spekulationen, man will lediglich ein kleines Stück vom Finanzkuchen mithaben. Die Windmühlenflügel des Finanzmarktes lassen sich logischerweise mit diesem stumpfen Speer nicht aufhalten. Donna Quichottina verkennt die Dimensionen gegen die sie angehen will, so sie es denn überhaupt will? Hier mal eine kleine Gegenüberstellung des Weltsozialproduktes mit Derivaten:
Alle Zahlen in Billionen (1012) US-Dollar
Während sich das Weltsozialprodukt (der Wert aller weltweit erzeugten Produkte und Leistungen eines Jahres) zwischen 1990 und 2005 verdoppelt hat, steigerten sich die Nominalbeträge der Derivate um das 25fache. Bis in die achtziger Jahre wurde das Kapital weitestgehend durch die Realwirtschaft gebunden und hielt dadurch die Finanzwirtschaft quasi automatisch im Zaum. Derivate spielten bis dahin nur die Rolle einer Versicherung im Markt mit einem, für die Realwirtschaft, unschädlichen Spekulationsanteil. Das hat sich brutal geändert und in dem Maße wie das Wachstum der Realwirtschaft dem exponentiellen Wachstum des Kapitals hinterherhinkt, hat sich auch die Macht des Finanzsystems vergrößert. Die Entwicklung ist so rasant, dass sämtliche Sparpakete, Gelder zur Banken- und Länderrettung einfach von der Windmühle Finanzsystem aufgesogen werden. Wenn wir uns dann noch vergegenwärtigen, dass die reichsten 10% auf dieser Welt 85% der Geldvermögen halten, dann wissen wir auch wem die Mühle gehört.
Herzlichste Grüße,
Peter Wittfeld
...........................................................................................
Offener Brief an Herrn Dr. Westerwelle und die Bundestagsfraktion der FDP
Sehr geehrter Herr Dr. Westerwelle, sehr geehrte Parteifreunde,
mit großer Sorge betrachte ich einige Äußerungen, Handlungen und Entscheidungen von Ihnen.
Als größte Leistung der ersten 100 Tage Regierungsverantwortung dürfte die Reduzierung der Wählergunst von 14,6 auf etwa 8 Prozent in Erinnerung bleiben. Dem bei der Bundestagswahl ausgesprochenen Vertrauen der Wähler sind Sie nicht gerecht geworden.
Wenn Sie Herr Dr. Westerwelle in Ihrem Beitrag in der WELT ONLINE auf den Harz IV Empfängern herumprügeln weil Sie leistungslos staatliche Gelder erhalten, dann frage ich Sie, „WER BEZAHLT DENN DIE STEUERGESCHENKE AN DIE HOTELBRANCHE“? Meinen Sie nicht, dass auch diese Steuerentlastung den Steuerzahlern insgesamt zur Last fällt? Im Übrigen zahlen auch Hartz IV Empfänger bei jedem Einkauf Steuern und längst nicht jeder dieser Hartzer ist leistungsunwillig.
Vielleicht wäre es sinnvoll, wenn Sie sich wieder mit den liberalen Grundgedanken beschäftigen würden und erst einmal dafür Sorge tragen, dass jeder Bundesbürger die Chance hat, frei seine Leistungskraft in den Dienst der Gemeinschaft zu stellen.
Sie sprechen auch von der Leichtfertigkeit im Umgang mit dem Leistungsgedanken.
Jeder Zinsgewinn auf gehortetem und dem Wirtschaftskreislauf entzogenem Geldvermögen entsteht leistungslos. Hier finden Sie auch die Ursache für ein mögliches Scheitern Deutschlands, denn unser Geldsystem verhindert dauerhaften Wohlstand und die Freiheit des Einzelnen.
Ludwig von Mises sagte: „Das Grundprinzip des Liberalismus ist die Marktwirtschaft, das heißt die auf dem Sondereigentum an den Produktionsmitteln beruhende arbeitsteilige Wirtschaft.“
Mit jeder Milliarde die in die Bankenrettung, Rettung von vor der Pleite stehenden Unternehmen oder auch Staaten fließt, verschleudern Sie Staatsvermögen und bringen die Bürgen des Staates, auch Staatsbürger genannt, in eine immer größere Abhängigkeit.
Wer in seinen Grundsätzen die Freiheit des Einzelnen in den Mittelpunkt stellt und die staatliche Gewalt nur dann zulässt wenn die Freiheit des Individuums bedroht wird, sollte das offen propagieren und auch entsprechend handeln.
Dieses ist jedenfalls die FDP die ich mir wünsche und möchte Sie bitten, die liberalen Gedanken in Ihrer Regierungsarbeit umzusetzen und vor allen Dingen beweisen Sie dem Wähler, dass er mit seiner Stimme für die FDP seine eigene Freiheit und Unabhängigkeit wählt.
Mit liberalen Grüßen aus Wipperfürth,
Peter Wittfeld
|
||||||||||||
| Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 14. August 2010 um 09:02 Uhr |
Peters Blickwinkel







